Überraschend starker US-Arbeitsmarkt trotz Krisenzeiten
Trotz der geopolitischen Unsicherheiten durch den Iran-Krieg zeigt sich der US-Arbeitsmarkt im März 2026 bemerkenswert widerstandsfähig. Die neuen Daten nehmen vorerst den Druck von der US-Notenbank (Federal Reserve), die Zinssätze zur Stützung der Wirtschaft senken zu müssen.
Die wichtigsten Arbeitsmarktzahlen im Überblick
- Starker Zuwachs: Arbeitgeber schufen im März überraschend 178.000 neue Stellen.
- Sinkende Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,3 %.
- Breites Wachstum: Das Jobwachstum war breiter gefächert als in den Vormonaten. Besonders stark waren das Gesundheitswesen und soziale Dienste (+89.900 Stellen), aber auch das Baugewerbe, Transport und die Produktion (+15.000 Stellen) verzeichneten Gewinne.
- Kleinunternehmen als Jobmotor: Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern trieben das Wachstum mit 85.000 neuen Stellen maßgeblich voran, während Großunternehmen eher Stellen abbauten.
Marktentwicklung und Top-Themen
Die wichtigsten Indizes verzeichneten eine positive Wochenbilanz: Der DAX stieg um 3,9 % auf 23.168 Punkte , während der Nasdaq 100 ebenfalls um 3,9 % und der S&P 500 um 3,4 % zulegten.
- Rüstungssektor im Aufwind: Rheinmetall war mit einem Wochenplus von 13,8 % der größte DAX-Gewinner. Die Aktie profitierte von einer Aufnahme in die „European Conviction List“ von Goldman Sachs, da das Unternehmen als Hauptprofiteur des europäischen Aufrüstungszyklus gilt. Auch andere Branchenwerte wie Renk (+8,2 %), Hensoldt (+9,4 %) und TKMS (+15 %) verzeichneten deutliche Gewinne.
- KI-Offensive: Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar in eine Kooperation mit Marvell Technology im Bereich der Siliziumphotonik. Infolgedessen stieg die Marvell-Aktie auf Wochensicht um 9,8 %.
- Spektakuläre Börsenpläne: SpaceX hat bei der SEC einen Antrag auf einen Börsengang eingereicht, wobei eine Bewertung von 1,75 Billionen Dollar angestrebt wird.
Fusion mit Tesla?: Es gibt Spekulationen, dass SpaceX und Tesla bis 2027 zu einem einzigen Giganten für KI, Raumfahrt und Verteidigung verschmelzen könnten. SpaceX hat bereits Musks KI-Unternehmen xAI übernommen und plant nun den Einsatz von Rechenzentren im Weltraum.
Rohstoffe: Gold und Öl
- Gold verliert Status als „Sicherer Hafen“: Trotz der Eskalation im Nahen Osten ist der Goldpreis seit seinem Allzeithoch um bis zu 20 % gefallen (aktuell bei 4.652 US-Dollar). Gründe hierfür sind ein starker US-Dollar („Re-Dollarisierung“), steigende Zinserwartungen und massive Goldverkäufe der türkischen Zentralbank (60 Tonnen in zwei Wochen).
- Ölpreis auf Vierjahreshoch: Aufgrund der Blockade der Straße von Hormus steuert Öl auf den stärksten monatlichen Anstieg seiner Geschichte zu.
Geopolitische Lage
Die Spannungen im Nahen Osten bleiben hoch. US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran bis Ostermontag (6. April) verlängert. Er droht mit der Zerstörung der iranischen Energieinfrastruktur, sollte Teheran seinem 15-Punkte-Plan für einen Waffenstillstand nicht zustimmen. Die iranische Führung streitet Verhandlungen bislang ab und droht mit Vergeltung.
Was nächste Woche wichtig wird
- Ultimatum: Ablauf der Frist für den Iran am 6. April.
- Wirtschaftsdaten: Veröffentlichung der Inflationszahlen für März aus Deutschland und China.
- Unternehmensmeldungen: Quartalszahlen von Delta Air Lines sowie Hauptversammlungen namhafter Unternehmen wie Nokia, Volvo, AstraZeneca und Julius Bär.
Kurioses zum Schluss: Die Inflation hat auch die Osterzeit fest im Griff. Eine Tafel Schokolade kostet heute etwa 70 % mehr als noch im Jahr 2020, was primär auf die langfristigen Auswirkungen des gestiegenen Kakaopreises zurückzuführen ist.
Quellen:
Diese Informationen stammen aus
– Newslettern folgender Herausgeber: Alles auf Aktien und yahoo!finance
– Artikel aus dem Anleger-Magazin „Barron’s“
