Hallo,
wir haben das Glück, in einem Land zu leben, in dem schulische Bildung für jeden selbstverständlich zugänglich ist. Wenn Kinder in Deutschland die Schule abschließen, verfügen sie über viele Grundfähigkeiten, die sie für ihr weiteres Leben brauchen: Schreiben, Rechnen, Kunst, Naturwissenschaften. Beim Thema Vermögensaufbau sieht es dagegen eher mau aus.
Ich möchte mich hier nicht in die lange Liste der Schulsystem-Kritiker einreihen. Das ist nicht das Ziel meines Blogs. Ich möchte vielmehr dazu beitragen, dass Themen, die es nicht in den Standard-Lehrplan schaffen, für Jugendliche zugänglich gemacht werden. Finanzielle Bildung ist eines dieser Themen, die im Unterricht meiner Meinung nach zu kurz kommen.
Ich selbst habe 13 Jahre lang das deutsche Schulsystem durchlebt und dabei viele interessante Dinge gelernt. Begriffe wie Börse, Aktien, Indizes, Fonds, Vermögensaufbau, Zinseszins oder Dividende waren nach meinem Abschluss aber immer noch absolute Fremdwörter, mit denen ich nichts anfangen konnte.
Mein Credo war immer, sparsam und verantwortungsbewusst mit meinen finanziellen Mitteln umzugehen. Die laufenden Kosten müssen gedeckt sein und am Ende sollte noch etwas für die Spardose übrig bleiben. Mit dem Thema langfristiger Vermögensaufbau habe ich mich jedoch nie im Detail beschäftigt.
Das hat sich schlagartig mit der Geburt meines ersten Sohnes geändert. Schnell war klar, dass wir monatlich etwas für ihn zur Seite legen möchten, damit er später einen leichteren Einstieg ins Erwachsenenleben hat.
Selbst meine bescheidenen Kenntnisse über Finanzthemen haben ausgereicht, um zu erkennen, dass wir bei diesem langen Anlagehorizont Geld verlieren, wenn wir es einfach auf das Sparbuch legen. Die Hochzinsphasen aus meiner Kindheit sind lange vorbei. Die Inflation frisst sich unaufhaltsam in das Ersparte hinein.
Damals habe ich angefangen, nach Alternativen zu suchen – und die Leidenschaft für das Thema langfristiger Vermögensaufbau war geweckt. Heute habe ich eine breit diversifizierte Anlagestrategie aufgebaut, die mich auch in Krisenzeiten ruhig schlafen lässt.
Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass die junge Generation dem Thema Finanzen viel aufgeschlossener und interessierter gegenübersteht als meine eigene. Genau hierfür möchte ich mit meinem Blog ein Angebot liefern.
Ich bin mittlerweile Vater von drei Kindern. Daraus entstand der Wunsch, ihnen die Grundbegriffe des Finanzsystems beizubringen. Sie sollen ein Bewusstsein dafür entwickeln, um später als junge Erwachsene die richtigen Weichen zu stellen.
Mit meinem Blog möchte ich Wissenslücken schließen und Interesse für Finanzen und Vermögensaufbau wecken. Ich hoffe, das gelingt mir.
Michael Berchtold

