von John C. Bogle

In diesem Beitrag möchte ich euch das Buch von John C. Bogle vorstellen und beschreiben, warum es so gut zu meinem Blog passt.
John C. Bogle macht sich unbeliebt
John C. Bogle ist der Gründer von Vanguard, einem der weltweit größten Finanz-Dienstleister. Sie bieten sog. Indexfonds, auch ETFs genannt, an. Schau bei meinem Beitrag Was ist ein ETF? vorbei. Dort erkläre ich dir, was ein ETF ist.
Wahrscheinlich hat sich Herr Bogle bei seinen Finanz-Kollegen nicht gerade beliebt gemacht, als er in den 70er Jahren das Prinzip eines Indexfonds erfunden hat.
Im Grunde genommen vertritt er die Meinung, dass man sein Geld einfach in breit gestreute ETFs investieren soll, anstatt zu versuchen, smarter als alle anderen zu sein und Einzelaktien zu kaufen.
Der Vorteil der Indexfonds (ETFs) ist es, dass sie spottbillig sind. Du zahlst nur eine sehr geringe Gebühr dafür, weit unter einem Prozent.
Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine ETFs. Es gab aktiv gemanagte Fonds. Hier wird auch in viele verschiedene Aktien gleichzeitig investiert, also breit gestreut.
Aber der Unterschied ist, dass hier hoch bezahlte Finanzexperten, sogenannte „Fondsmanager“, bestimmen, welche Aktien gekauft werden.
Du zahlst also wesentlich mehr Gebühren für einen aktiven Fonds, oft zwischen 1,5 und 2%. Darüber hinaus zahlst du auch noch eine Art „Eintrittsgeld“, den sogenannten „Ausgabeaufschlag“. Da werden einmalig oft bis zu 5% fällig.
Und genau hier hat sich John C. Bogle unbeliebt gemacht. Er empfiehlt, die Finger von aktiven Fonds zu lassen und stattdessen kostengünstig in ETFs zu investieren. Seine Kollegen aus der Finanzbranche fanden das wahrscheinlich nicht so witzig, weil sie damit nicht so viel Geld verdienen konnten.
Bogle war es aber wichtig, dass nicht nur reiche Menschen am Vermögensaufbau mit Wertpapieren teilhaben können, sondern jeder. Um das zu erreichen, wollte er einen Weg finden, um die Kosten beim Anlegen so gering wie möglich zu halten.
Der Heuhaufen
In seinem Buch beschreibt Bogle, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Er gibt ein einprägsames Beispiel:
Die Suche nach der richtigen Aktie vergleicht er mit der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.
Keiner hat Zeit tausende Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen um herauszufinden, ob der Wert ihrer Aktien in Zukunft steigen oder sinken wird. Wir machen das ja nicht beruflich, sondern nebenbei.
Zu Zeiten von Bogle gab es nur die Möglichkeit, in aktiv gemanagte Fonds zu investieren. Dabei hat man Menschen dafür bezahlt, dass sie für einen die richtigen Aktien finden. Sie haben die Zeit dafür, da es ihr Beruf ist. Das Problem dabei ist nur, dass diese Experten Geld verdienen möchten. Und das Geld kommt von dir. Du zahlst sie in Form einer Gebühr.
Also, entweder du setzt dich selbst hin und suchst die richtigen Aktien aus, oder du lässt die Arbeit von jemand anderes machen, bezahlst ihn dann aber dafür.
Bogles Idee war, statt Leute zu bezahlen, die die Nadel im Heuhaufen suchen, einfach den ganzen Heuhaufen zu kaufen.
Statt Einzelwerte zu kaufen, kauft man einfach alle. Einige Unternehmen laufen schlecht, ihr Aktienkurs sinkt. Andere laufen gut, ihr Aktienkurs steigt. Im Durchschnitt sollte es immer mehr gute als schlechte Unternehmen geben und der Wert insgesamt steigen.
Stell dir einen ETF wie ein Aktienfonds auf Autopilot vor. Man bestimmt am Anfang aus welchen Aktien er bestehen soll und lässt ihn dann laufen.
Fazit
John Bogles „Heuhaufen-Prinzip“ ist der ultimative Beweis dafür, dass erfolgreiches Investieren kein kompliziertes Expertenwissen erfordert, sondern vor allem gesunden Menschenverstand und Disziplin.
In einer Finanzwelt, die oft versucht, uns mit komplexen Strategien und teuren Gebühren zu verwirren, erinnert uns Bogle an das Wesentliche: Halte die Kosten niedrig, streue dein Risiko so breit wie möglich und lass die Zeit für dich arbeiten. Genau diese Philosophie bildet das Fundament von plantyourmoney.de.
Denn am Ende des Tages geht es nicht darum, den Markt mit riskanten Wetten zu schlagen, sondern mit einem soliden, kostengünstigen Plan entspannt und stetig Vermögen aufzubauen.
Wenn du also bereit bist, die Suche nach der Nadel aufzugeben und stattdessen den ganzen Heuhaufen für dich arbeiten zu lassen, ist Bogles Klassiker der perfekte Kompass für deine Reise.
